Von der mittellosen Technikerin zu Luna, Roman · Kapitel 4 von 24
Kapitel 4: Der Ordner
Stevies Sicht
Die vierzigtausend Dollar gingen am Donnerstagmorgen um 8:02 Uhr ein.
Ich stand in der Lobby des Regent Tower und sah zu, wie mein Studienkredit um zwei Drittel schrumpfte.
Dann las ich die Nachricht auf meinem Klapphandy zum sechsten Mal.
Geh nicht wieder in diesen Tower.
Ich ging wieder in den Tower.
Ein Mann, den ich noch nie getroffen hatte, hatte mir dreizehn Jahre lang jedes Jahr hundert Dollar geschickt und in der Nacht, in der ich im Gebäude gewesen war, eine Sicherheitsfirma gehackt.
Wenn er mir das nicht erklären wollte, würde ich es auf anderem Weg herausfinden.
Dane erwartete mich am Aufzug, in jeder Hand einen Kaffee.
„Sahne, vier Löffel Zucker“, sagte er und reichte mir den zweiten Becher.
„Genau so trinke ich ihn.“
„Deine Freundin Roxy hat mich gestern Abend auf dem Gehweg abgefangen und mir deine Bestellung durchgegeben.“
„Sie hat was?“
„Sie meint, du bist ein Wrack und ich soll dich füttern.“ Er sah mir ins Gesicht. „Eine harte Nacht?“
„Das Harte daran war die Nachricht.“
Sein Lächeln verschwand.
„Welche Nachricht?“
„Nichts. Eine falsche Nummer.“
Er glaubte mir nicht, aber er bohrte auch nicht nach. Das wusste ich zu schätzen.
Der einundvierzigste Stock war ein einziger langer Raum voller Schreibtische und sehr großer Menschen.
Es waren zwei Dutzend, Männer und Frauen, und alle waren breitschultrig.
Niemand tippte.
Alle sahen mich an.
„Ist es immer so still?“, fragte ich.
„Sie sind höflich“, sagte Dane. „Sie bekommen nicht oft Besuch.“
Eine Frau am nächsten Schreibtisch hob das Kinn und atmete langsam durch die Nase ein.
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